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VfL-Werder 2:2: Aufholjagd entfacht Begeisterung

VfL-Bremen-2006-2007

Leidenschaft hatte Marcel Koller vom VfL Bochum gefordert- und der entfachte beim 2:2 gegen Werder Bremen sogar Begeisterung. Wichtigste Erkenntnis für den Trainer: „Wir sind mental stärker als im letzten Jahr!“

Genau das hatte die Mannschaft in den 90 Minuten gegen Bremen unter Beweis gestellt. Zum einen erstarrten die Bochumer nicht in Ehrfurcht vor dem Gast, dem man im letzten Heimspiel noch mit 0:6 unterlegen war. Im Gegenteil: Der VfL spielte mutig und aggressiv nach vorne und kam zu guten Chancen durch Sestak, Epalle und Grote. „30 Minuten lang haben wir das Spiel kontrolliert“, stellte Matias Concha fest.
Zum anderen demonstrierte Bochum auch dann noch Selbstbewusstsein, als Werder plötzlich zur Pause mit 2:0 in Führung lag. Ein umstrittener Foulelfmeter von Diego (38.) und ein Kopfballtor von Sanogo (44.) hatten den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. „Normalerweise ist das fast der Todesstoß, aber wir haben trotzdem an uns geglaubt“, erklärte Marcel Maltritz. Koller impfte es der Mannschaft in der Halbzeitansprache noch einmal ein: „Ich habe gesagt, dass wir die mentale Kraft und Power haben, um zurückzukommen.“
Und wie: Binnen vier Minuten egalisierte Bochum die Bremer Führung. Erst erzielte Sestak seinen ersten Liga-Treffer (47.), dann legte Bechmann nach Dabrowski-Flanke nach (49.). „Da haben wir geschlafen“, konstatierte Werder-Coach Thomas Schaaf nüchtern, musste aber auch zugeben: „Insgesamt haben uns die Bochumer alles abverlangt.“
„Das Spiel stand auf der Kippe, beide hätten gewinnen können“, stellte Marcel Koller später zutreffend fest. Lastuvka im VfL-Tor und Wiese auf der Gegenseite mussten mehrfach retten. Der Bochumer Trainer konnte den Punktgewinn am Ende als Erfolg verbuchen: „Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert – und das Spiel war insgesamt ganz gut anzusehen.“
Das fanden auch die knapp 30000 Zuschauer, die ihren VfL ausgiebig feierten. „Eine fantastische Atmosphäre, die Fans haben das Spiel mit uns gedreht“, gab Neuzugang Matias Concha die Komplimente gerne zurück.

Text von Dietmar Nolte

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